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Aufzug zu den Sternen

Das Münchner Familienunternehmen Vestner Aufzüge fördert die „European Space Elevator Challenge“. Dabei entwickeln Nachwuchswissenschaftler der Technischen Universität München einen Aufzug, der einmal den Zugang zum Weltraum revolutionieren soll.

 

München, 1. August 2016. Dieser Aufzug ist lange unterwegs. Er hält auch nicht im 10. oder 100. Stockwerk, sondern erst im geostationären Orbit, etwa 36.000 Kilometer über der Erde. Im Zukunftsroman „Limit“ von Starautor Frank Schätzing fahren Menschen im Jahr 2024 mit einem Aufzug zum Mond, bauen dort Bodenschätze ab, die wiederum mit einem Aufzug zur Erde transportiert werden. Die auch Schätzings Roman zugrunde liegende Idee funktioniert relativ simpel: Der Aufzug fährt an einem extrem widerstandsfähigen Band in den Weltraum. Am Ende des Bandes hängt ein Satellit oder eine Raumstation als Gegengewicht. Das Band wird dabei in einem Gleichgewichtszustand von Gravitation und Fliehkraft permanent unter Spannung gehalten.

 

Die Vision der „Space Elevator Challenge“

An der Verwirklichung dieser Vision arbeiten jetzt Studenten der Technischen Universität München (TUM) bei der zum dritten Mal stattfindenden „European Space Elevator Challenge“ (EUSPEC) vom 12. bis zum 15. September 2016. Elf Teams haben bislang ihre Konzepte eingereicht. Die Herausforderung des Projektes: Die Konstruktion eines „Climbers“, der – basierend auf dem Konzept eines echten Space Elevators – autonom 100 Meter an einem Seil in die Höhe fährt, große Nutzlasten transportiert und seine Energie effizient verwaltet. Gefördert wird dieser internationale Wettbewerb durch die Münchner Vestner Aufzüge GmbH. Das Familienunternehmen ist erstmals Hauptsponsor dieses visionären Events.

 

Bisher fand der Wettbewerb bereits zweimal statt – 2011 und 2012 – danach gab es eine Pause. Die EUSPEC wird von der Studentengruppe WARR e.V. (Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt) der TUM ausgerichtet. Ziel der Gruppe ist es, dass Studenten vieler Fachrichtungen ihr im Studium erworbenes theoretisches Wissen durch praktische Erfahrungen ergänzen können. Der bislang größte Erfolg der WARR ist die Konstruktion und der Flug der ersten deutschen Hybridrakete namens Barbarella am 12. März 1974. Diese Rakete kann heute im Deutschen Museum in München besichtigt werden. Die WARR ist dem Lehrstuhl für Raumfahrttechnik unter der Leitung des früheren Space Shuttle-Astronauten Professor Ulrich Walter angegliedert.

 

„Wann der Space Elevator tatsächlich realisiert wird, ist schwer zu sagen, da es insbesondere von dem Seilmaterial abhängt, bei dem noch ein Forschungs-durchbruch nötig ist. Derzeit sind Kohlenstoffnano-Röhrchen und Graphen mögliche Kandidaten. Ganze Seile auf entsprechenden Längen zu fertigen, ist aber noch unmöglich“, sagt Tim Wiese, Koordinator der European Space Elevator Challenge. „Sobald das jedoch machbar ist und ein Weg gefunden wird, das Seil ins All zu transportieren, sollte der Rest zumindest von technischer Seite aus realisierbar sein. Dann bleiben natürlich noch politische und finanzielle Fragen.“


Technologien aus der Luft- und Raumfahrt

Der Space Elevator nutzt viele Technologien aus der Luft- und Raumfahrt, weshalb Professor Ulrich Walter den Mitarbeitern des Projekts mit Rat und Tat zur Seite steht. „Die WARR ist absolut selbstständig, jedoch unterstützte ich die Initiative indem ich ihr Räume zur Verfügung stelle und für Reisen, etwa zur Internationalen Luftfahrtausstellung, auch Teile der Reisekosten trage. Ansonsten berate ich die Studenten gerne, wenn sie technische oder physikalische Fragen haben“, so der Ex-Astronaut.

 

Das Münchner Familienunternehmen Vestner Aufzüge vergibt bereits heute zwei technische Stipendien an der TUM. „Dadurch haben wir von dem Projekt erfahren. Aus Verbundenheit mit dem Standort München wollen wir die jungen Wissenschaftler bei deren Forschung auf dem Weg zum Fahrstuhl ins All unterstützen“, sagt Simon Vestner, Geschäftsführer der Vestner Aufzüge GmbH. „Wir erhoffen uns, dass aus den Forschungsergebnissen auch Elemente in unsere bestehende beziehungsweise zukünftige Produktpalette einfließen können. Natürlich wollen wir auf diesem Weg potenziellen Nachwuchs auf uns aufmerksam machen und junge Fachkräfte für die Branche gewinnen.“

 

Frank Schätzings Bitte

Auch Frank Schätzing weiß: Es ist sehr mühsam und aufwändig, Planeten wie Mars oder Mond zu besiedeln ohne einen Weltraum-Aufzug. Den Fortgang des Space Elevator-Projekts verfolgt er deshalb mit großem Interesse. „Im Internetzeitalter ist alles möglich und ich freue mich, wenn viele junge und talentierte Wissenschaftler an der Revolution durch einen Weltraum-Aufzug mitwirken“, so der Erfolgsautor – und drückt den Nachwuchswissenschaftlern in einer Video-Botschaft die Daumen: „Bitte schafft es, den Weltraum-Aufzug noch zu meinen Lebzeiten zu verwirklichen. Ich würde zu gerne damit zum Mond oder zum Mars reisen.“

 

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Nachwuchswissenschaftler der TUM entwickeln den Space Elevator
Nachwuchswissenschaftler der TUM entwickeln den Space Elevator
Prototyp eines Space Elevators